Tag 8 – „Harg’sche Zeitrechnung“ im Baltikum

In Kaunas starte ich an diesem SONNtag um 5.30 Uhr – wie erwähnt, befindet sich mein Motel an einer Autobahn – ich werde diesen Highway die nächsten 25 Kilometer hochfahren.

2011-RU Highway in LT

Nach Empfehlung der Polizei wie auch der Angestellten an der Tankstelle neben dem Motel. Anscheinend die einzige Verbindung in meine Richtung. Wie es sich herausstellt, werde ich in der nächsten Stunde von keinen 5 Autos überholt werden – die Autobahn scheint sehr wenig genutzt zu werden…

Ich fahre nicht wie geplant hoch, sondern nehme eine Zeit lang die besser ausgebaute Straße E8 über Kėdainiai, ab Panevėžys dann die E10, um schließlich entlang der 124 dann nach Biržai zu kommen. Hier treffe ich gegen 15 Uhr wieder auf meinen geplanten Tourenverlauf in Richtung Riga in Lettland.

Im Grenzbereich Litauens zu Lettland nimmt die Qualität der Straßen wieder ab, nach der Grenze in Germaniškis – Bärbele ist der Zustand der Straße katastrophal. Über gute zehn Kilometer ist kein Tempo möglich, obwohl der Verlauf der Straße immer fällt: der gebrochene Asphalt hindert daran!

Hier im Grenzgebiet Lettlands zu Litauen gibt es praktisch keine Zivilisation, einzig kleinere Ortschaften, die keine Städte sind treffe ich an. Ich finde hier im Umkreis von nicht einmal 50 Kilometern von Riga keine Mölgichkeit zur Nächtigung. So muss ich bis Kekava, etwa 15 Kilometer vor Riga weiter fahren, um ein Zimmer anzutreffen. Nach 270,17 gefahrenen Kilometern in 10 3/4 Stunden Fahrzeit habe ich nicht mehr die Energie, noch bis Riga weiter zu treten…

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4-P-News-Flash

… eine weitere Folge der aktuellen Staffel mit dem Titel:

„Harg’sche Zeitrechnung im Baltikum“ (Anm.: es ist SONNtag..!)

Vorab: ich hab eine SONNderschicht eingelegt und mir erlaubt, die 24stündige Einteilung vom Tag um die Einheiten „Sonne“, „Wind“, „Regen“ und „Riga“ zu erweitern…

Heute beginnt um 5.30h, Pardon: 6:30h, ich bin euch ja um eine Stunde voraus! Ich starte also in LT-Kaunas, und es ist eigentlich gerade 5 vor … „Regen“!

Wie auch den ganzen Tag über: immer ist es 5 vor … „Regen“.

Zur Mittagszeit, 140km weiter, für einen SONNtag eigentlich logisch, ist es kurz „Sonne“, gemischt mit länger „Wind“, eigentlich aber doch wieder 5 vor … „Regen“, obwohl wahrlich halb 12, Pardon: eins..!

Es ist noch in Litauen, in Birzai, so gegen drei, bei mir gegen vier, aber eigentlich 5 vor … „Regen“, dabei wieder „Wind“ der Fahrtrichtung entgegen!

Ich mach mir dieses Geschenk vom Himmel – immer so gegen 5 vor … „Regen“ – zum Nutzen und radle geradewegs in 10h 45 nach 271km nach Viertel (15km) vor … „Riga“

Burschen, heut wärts der Reih‘ nach weg’brochen!!!

Tbc…

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