St. Petersburg … by Bike ’11

2011 bin ich mit dem Fahrrad nach St. Petersburg in Russland gefahren.St. Petersburg ... by Bike '11

Diese Reise führt mich durch die Länder Österreich, Tschechien, Polen, Litauen, Lettland und Estland nach Rußland, wo ich am 24. Juni 2011 pünktlich in St. Petersburg ankomme!

Hier findest du erste Eindrücke in Form einer kleinen SlideShow, die ganze Geschichte mit allen Details und HighLights (übrigens: diese Geschichte findest du zusätzlich auch auf Traveling World) ist im nachstehend angehängten Blog detailliert festgehalten …


Der Verlauf meiner Tour – immer in Richtung Nord-Ost:

2011-RU St. Petersburg – Planung&Organisation

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Tour2011-Vorab-Info

Mal was Anderes: „No-Reply“ – und du bist dabei!

„No-Reply“ – sei gespannt – gleich (ev. schon ab nächsten Sonntag?) bist du dabei!

„No-Reply“ – das Visum ist voraussichtlich ab Ende nächster Woche mit dabei..!

Wobei..? Eh klar: bei „DER Tour“ des Jahres!

Also: „No-Reply“ – und du bist dabei!Natürlich kannst du das Abo auch abbestellen … Antworte auf diese SMS einfach mit „No-Reply“, dann bist du NICHT dabei..!

Heißer Tipp: Sei dabei (und sende KEINE Antwort mit „No-Reply“) ..!

Harald

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Mit dieser Message stimme ich meinen Familien- und Freundeskries auf die Umsetzung meines Tripps 2011, der mich mit dem Fahrrad nach St. Petersburg führen wird, ein. Die Planung und Vorarbeit dafür habe ich bereits 2010 gestartet, die Aufarbeitung der Route, die mich durch die Länder Österreich, Tschechien, Polen, Litauen, Lettland und Estland nach Russland führen wird, war sehr umfangreich und vielfältig.

Der Routenverlauf wurde von mir im Vorfeld geplant und gerechnet, um wieder einen geregelten Ablauf während der Fahrt zu ermöglichen – die Zeit, vor Ort die Straßen und den Verlauf suchen zu müssen habe ich nicht. Umso wichtiger ist es für mich, genau auf die Reise vorbereitet zu sein. Meine „Tagesfahrkarten“, die ich auf der Lenkertasche immer griffbereit im Sichtfenster unterbringe, beinhalten folglich alle für mich interessanten und wichtigen Informationenen vor Ort:

2011-RU Die Karte

  • Land
  • Ort
  • Richtung
  • Straßennummer
  • Bemerkungen
  • Distanz vom aktuellen Ort zum Folgenden
  • Fahrtag (laufende Nummerierung der Fahrtage)
  • benötigte Distanz in km zum Fahrtag
  • laufende, bereits zurückgelegte km
  • noch offen km bis ans Ziel
  • Datum
  • Wochentag (zur zeitlichen Orientierung)

… von ROT nach GRÜN fahren …

Auf Grund dieser detaillierten Informationen ist es für mich ein Leichtes, den richtigen Weg in die richtige Richtung zu finden. Dank der Informationen zur bereits zurückgelegten Strecke, verglichen mit der Information, wie weite das Ziel noch entfernt ist, ist es mir ständig möglich, mir ein Bild vor Augen zu halten, wo ich mich gerade befinde. Eine farbliche Markierung der OFFENEN Kilometer von ROT (Start zu Hause – die gesamte Kilometeranzahl) nach GRÜN (das Ziel mit 0) – dazwischen sind alle Farbmischungen vom Regenbogen enthalten – führen mich so in den grünen Bereich, der das Ziel darstellt.

Ergänzt werden diese STATS, wie ich sie gerne nenne, um eine aktuelle Karte mit dem Ausschnitt der Länderkarte, wo ich meine Route ROT und FETT eingezeichnet habe. Es ist auf diese Weise fast unmöglich, nicht auf der richtigen Fährte zu bleiben – was ja mein Ziel sein muss!

Außerdem sagt mir eine weitere kleine Tabelle, in welchem Land wie viele Kilometer zu fahren sind, oder auch, dass ich beispielsweise am Fahrtag #6 die Hälfte = 50% der Strecke bereits bewältigt habe…

Hier sind viele weitere Spielereien möglich, die für zusätzliche Motivation beim Radfahren sorgen…

Als weiteres Abfallprodukt aller dieser Vorarbeiten entsteht auf diese Weise eine Karte, die zu Hause dann auf einer Pinwand den Routenverlauf anzeigt. Diesem Blog habe ich ein Bild dieser Karte beigefügt, die klar zeigt, dass der Start – links unten – mit ROTEN Pinnadeln markiert zu Hause stattfindet. Im gelben Bereich findet sich die Mitte der Route, bis im GRÜNEN Bereich dann das Ziel als solches gekennzeichnet wird…

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Tour2011-Info

Alternativprogramm zum „Pfingststehlen“ …

Alle Frühaufsteher (und natürlich auch alle „Fleißigen“ der Pfingstnacht!) sind angesprochen, die sich von mir „verabschieden“ wollen…:

Los geht’s morgen um 5 Uhr (ab 5 in der Früh wird in die Pedale getreten..!) in AT-Kainach, weil (eh klar!) gestartet wird zu Hause! Letzte Vorbereitungen sind gerade in Erledigung, einem pünktlichen Start steht nichts mehr im Weg! Außerdem hat jeder die Möglichkeit, mich in RU-St.Petersburg zu empfangen – laut meinem Visum darf meine Einreise in Russland am 24.06.2011 erfolgen!

Tbc by „Tour2011Team“

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Am 12. Juni 2011 starte ich folglich um 5 Uhr in der Früh, um den Tripp 2011 in Angriff zu nehmen!

Tag 1 – von AT-Kainach bis AT-Krems an der Donau

Pünktlich starte ich am Pfingstsonntag, den 12. Juni 2011 um 5 Uhr in der Früh in Kainach – bei mir zu Hause:

(Foto anklicken und rechts unten SlideShow starten/stoppen ..!)
 

Das Wetter an diesem Tag scheint für das Radfahren ideal zu sein – es ist trocken und klar. Meine erste Bergetappe steht bereits kurz nach dem Start an – die Alpenquerung beginnt bei mir zu Hause. Schon nach der ersten längeren Bergabfahrt nach Geistthal habe ich kurz vor 6 Uhr einen Reifenplatzer – hinten!

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Tour2011-Info

Komm schon wieder heim, hatte in Geistthal einen Platzer

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Was hier passiert ist, kann ich nicht nachvollziehen. Durch Zufall habe ich zu Hause eine alte Felge herumliegen, welche reaktiviert wird – die neu bestückte Felge ist nämlich nach der Notbremsung kaputt.

Nach der Reparatur vom Reifen kann gegen 7 Uhr der zweite Start erfolgen, die so verlorenen Zeit kann natürlich nicht mehr wett gemacht werden.

Gegen 10 Uhr treffe ich in Kapfenberg ein – eine Stadt im Mürztal, von wo aus die nächste Bergetappe nach Mariazell in Angriff genommen wird. Zeit, sich davor zu stärken. Das Wetter zeigt sich inzwischen nicht mehr von seiner freundlichen Seite, der Himmel ist von Wolken behangen.

Nur kurz später beginnt es auch schon zu regnen – der Regen wird mich im Verlauf des ganzen Tages begleiten – selbst die geplante Mittagszeit in Mariazell fällt sprichwörtlich ins Wasser, zumal ich total durchnässt und ausgekühlt, um etwa zwei Stunden verspätet hier eintreffe.

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Tour2011-Info

einen himmlischen Gruss aus dem Mariazellerland! Bin jetzt am Seeberg. Alle Details und Facts am Abend, vorab nur kurz: die PleitenPech&PannenParty aus 2010 wird neu aufgelegt… Neue Staffel ab heute…

DANKE dem PleitenPech&PannenTeam von heute Früh: Eltern&Luis

Das Tour2011-Team (Harald)

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Die Weiterfahrt mitten durch die österreichische Bergwelt in Richtung Nord-Ost ist weiter von Regen und Kälte geprägt, erst gegen 17 Uhr im Raum Lilienfeld kommt die Sonne erstmals durch. Motiviert durch die Sonnenstrahlen bringe ich nach einer warmen Suppe die Kraft auf, doch noch mein angepeiltes Ziel in Krems an der Donau zu erreichen.

Nach gefahrenen 240,40 km in einer Fahrzeit von 11h39′ komme ich gegen 20 Uhr dort auch an und finde ein Quartier, um die Bekleidung zu reinigen und trocknen, wie auch, um mich auf den Folgetag vorzubereiten und auszuruhen… davor noch die versprochene Benachrichtigung zum Tag – meine FACTS an alle Interessierten:

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PleitenPech&PannenParty-News

Wie versprochen Folge 1 der aktuellen Staffel der PleitenPech&PannenParty-News, künftig „4P-News“ tituliert:

„Auszug aus dem Sündenregister“ von Harald Harg:

Sünden 1-4000: verjährt

Sünden 4001-4687: abgebüßt durch Fleiß, Hilfsbereitschaft etc. im täglichen Leben

Sünden 4688-4710: abgebüßt im Vorjahr beim Tripp zum Nordkapp

Sünde 4711: Platzer heute um 5h50 in Geistthal, der auch die Felge hinten (eh klar!) zerstört hat

Sünde 4712: Regen von Kapfenberg bis Mariazell

Sünde 4713: Kälte heute den ganzen Tag über

Sünde 4714: „Ersatzfelge“ nach dem Platzer von heute morgen macht jetzt Stress und wird nicht bis St. Petersburg halten!

Sünde 4715…

Sünde 4716…

Ich werde das Register einfach online stellen, ist einfacher… 😉 Die Übereinstimmungen zum Vorjahr sind irre… Das muss wohl an mir liegen!!! Jetzt noch kurz die Details und Facts vom Tag, die sich sehen lassen können:

Start um 5 in Kainach, kurz vor Geistthal um 10vor6 der „Urknall“, um 7.30 nach einem Reset erneuter Versuch, um 10.30 in Kapfenberg, bis hierher kalt, aber trocken (war auch was Wert!). Um 13.15 am Seeberg, kurz vor ganz oben musste ich WO geben… Obwohl „saukalt“ und nass! Um 14.15 nach 130 km in Mariazell angekommen, hab in Mariazell „umdisponiert“ und bin nicht die 20er nach St.Pölten, sondern via 21/212… Um 17.30 in Traisen, um 18.45 in St.Pölten, um 20.15 in Krems/Donau nach 240,46 km in 11h40min eingefahren, wo ich gerade dies Message verfasse….

Tbc…

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Tag 2 – Mähren quer Feld einwärts

Der zweite Fahrtag soll ein schöner werden. Selbst das Wetter zeigt sich von seinen schönsten Seiten, von früh bis spät ist Sonnenschein pur angesagt.

Die Fahrt durch das Kamptal am Morgen und die Ausreise aus Österreich am späten Vormittag sorgen für ein zügiges Vorankommen.

Südtschechien, wie auch Mähren präsentieren sich an diesem Montag perfekt zum Rad fahren. Einzig die teils tückischen Berge in Mähren sorgen zwischendurch dafür, dass Abwechslung in den „Alltag“ kommt und das Biken hier zwischenzeitig doch anstrengend wird.

Zur Mittagszeit gönne ich mir in Poheřelice eine Auszeit in einem kleinen, aber feinen Lokal, um wieder mit vollem Elan die restliche Distanz vom Tag in Angriff zu nehmen.

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Tour2011-Info

ich bin heute nach dem Frühstück um 6.30 in Krems an der Donau gestartet und hab AT um 10.45 über Retz verlassen, die Einreise in CZ ist folglich via Znajmo/Znaim erfolgt. Die mährischen Berge haben es ordentlich in sich, ich bin vor ca. einer Stunde in Kyjov ausgestiegen. Die Details und Facts (heute inkl. Höhenmeter und Temperatur, die ich gestern vergessen hab auszulesen):

175km in 8h58min, Schnitt somit 19,73 (Der vielen Berge wegen war nicht mehr drin!

Höhenmeter bergauf: 1415

Höhenmeter bergab: 1399

Temp. Min.: 13 Grad

Temp. Max.: 34 Grad

Inzwischen hab ich 415km im 20h35min der geplanten 2349km erledigt… Geplant war es, heute 438km erledigt zu haben..! Tbc…

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Tag 3 – Witamy w Polonia

Dieser Tag – es ist der 14. Juni 2011, ein Dienstag – ist anfangs wieder geprägt von der Geologie Mährens: ein Berg auf dem anderen! Selbst der Asphalt auf den Straßen ist hier teilweise sehr brüchig und somit schlecht zu befahren.

Das Wetter zeigt sich bis Mittag einmal öfter von seinen schönsten Seiten – Sonne pur!

Nach dem Mittagessen in Bystirce gerate ich gegen 14 Uhr in ein heftiges Gewitter, was ich allerdings nur am Rand streife. Nach diesem kurzen Intermezzo von oben kühlt es dennoch sehr stark ab – von vorher gemessenen 42° C auf nur noch 16 nach dem Gewitter!

Auch im Verlauf der weiteren Strecke via Valasske Mezirici und Frydek-Mistek nach Český Tešín, so wie auch nach der Einreise in Polen um Hazlach so gegen 20 Uhr gerate ich an diesem Tag immer wieder in kurze Regengüsse und Gewitter, die aber allesamt harmlos sind – richtig nass und kalt wird mir an diesem Tag nicht.

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4P-News „light Edition“:

„2x an einem Tag in ein Gewitter zu geraten,

davor bei 42Grad in der Sonne „verbraten“,

das muss eine große Sünde wert sein!

NaJa, 4715 war auch nicht grad klein..!

Soviel dazu, jetzt gleich zu den Trip2011-News mit allen D&F’s vom Tag:

Start um 7.30 in Kyjov, davor noch einen „Arbeitstag“ für die Fa eingelegt!

Es gibt auch ein „Unwort“ des Trips: 20Tkm … 20.000km hat mein aktuelles Bike heute in den „Lagern“… Ich wohlbemerkt : ich hab einige km mehr in den Wadeln!
2011-RU Grenze CZ-PL
Hab gestern vergessen: „Vítá vás Ceskà (Willkommen in CZ), heute war bereits der Abschied angesagt: „Na shledanou“!

Dafür eh klar: „Witamy w Polonia“… bin um 19.00 h in Polen eingereist, jetzt in einem Motel nebst Hazlach, ca 10km nach der Grenze!

195,13 km in 9h29’51″…Schnitt somit weiter bei nur 20,8…HM bergauf 1634, bergab 1544m, TempMax 42, TempMin 16Grad nur eine Stunde später beim Gewitter..!

Inzwischen 610 der geplanten 2349km hinter mir, aktuell bin ich – eh klar – im Verzug

Tbc..!

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Tag 4 – „Schluß mit Lustig“

In Hazlach starte ich and diesem Mittwoch um 5 Uhr in der früh – ich möchte einen Teil der Kilometer, die ich zum Plan bereits im Rückstand bin aufholen, zumindst soll der Rückstand verkleinert werden.

Hier im Süden Polens gibt es keine Berge mehr – die ganze Landschaft scheint eine einzige Ebene zu sein. Dem entsprechend leicht ist es für mich hier auch Rad zu fahren. Bedingt durch die Tatsache, dass ich hier bis Warszawa die Hauptverbindungen meide und ausschließlich Nebenstraßen für meinen Tripp geplant habe, ist die Qualität der Straßen etappenweise sehr schlecht – der brüchige Asphalt „bremst mich ein.

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Tour2011-Info

Der SMS-Dienst ist ab sofort eingestellt! ( allein diese Pleite wäre eine eigene 4P-News wert..!)

Vorab: mir und dem Bike geht’s gut, den Umständen entsprechend… Heute gab es KEINEN Regen, die Temperaturen lagen im angenehmen Bereich bei bis max. 34Grad – so ist das Fahren auch zur Mittagszeit noch möglich!

Ich bin nach 196km in 8h45′ gegen 18h viel zu früh in Wolszczowa ausgestiegen.

Ich bin inzwischen an die 100km im Verzug, was auch die Folge einer Taktik ist: ich möchte am 24. ohne Aufenthalt davor an der Grenze(Wartezeit) in Russland einreisen…. Deshalb derzeit kein Stress, da u.a. in Riga ein „Urlaubstag“ geplant ist, der so nicht notwendig ist..!

Mal sehen, wie es weiter geht, heute wollte ich nicht weitere an die 50km radeln, erst dort in Końskie gäbe es die nächste Möglichkeit zur Nächtigung entlang der von mir geplanten Route (ich fahre seit heute Mittag auf Nebenstraßen, bin somit vom Schwerverkehr nicht betroffen, allerdings gibt es entlang dieser Route nur alle 50bis60km kleinere Städte)..!

Weitere Facts:

HMbergauf 860m – HMbergab 885m, TempMin 15Grad – TempMax 34Grad

Tbc via Mail..!

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Tag 5 – Warszawa und mehr…

Es ist 5 Uhr morgens, als ich in Włoszczowa starte, um die weitere Etappe entlang der endlos scheinenden Landstraße hier schon in der Umgebung von Warszawa in Angriff zu nehmen. Die Fahrt geht sehr schnell von Statten und führt mich durch Końskie und Nowe Miasto nach Grójec. Hier ist es für mich ein Leichtes, Kilometer für Kilometer zu radeln.

Auch das Wetter scheint hier auf meiner Seite zu sein – recht sonnig, dennoch nicht heiß. Zeitweise leicht von Wolken behangen, so präsentiert sich der Himmel.

(Foto anklicken und rechts unten SlideShow starten/stoppen ..!)
 

Ab Querung der E77 in Grójec, die vom Süden her nach Warszawa verläuft, folge ich dem Verlauf der 50. Diese Straße ist teilweise sehr stark frequentiert, auch der Schwerverkehr nimmt diese Route, um Warszawa in Richtung NordOst zu umfahren.

Die 50er folge ich schließlich bis nach Minsk Mazowiecky, wo ich bereits gegen .30 Uhr nach 215 gefahrenen Kilometern ankomme.

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Tour2011-Info

bin um 16.30h in Mińsk Mazowiecki (Mińsk Maz. auf vielen Karten), gelegen im Osten von Warszawa nach weiteren 215km in 9h17’34“ angekommen…

Schnitt somit 23,33, HMbergauf 685m – HMbergab 740m, TempMIN 14Grad – TempMAX 36Grad..!

So lässt es sich fahren: tolle Leistung, bin aktuell ca. 70km im Verzug..! Mińsk Mazowiecki ist einer der größeren Orte hier, der nächste ist ca 70km Nord-östlich… Hier gibt es keinen Shop fürs Bike… Die alte Felge muss wohl nich länger herhalten…! Ich hoff auch: durchhalten..!

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Tag 6 – Tag der Wiederholungen

Wieder starte ich sehr früh am Morgen – ich wecke die Belegschaft vom Hotel gegen 5 Uhr morgens auf, um auszucheken und aufzubrechen.

Dass dieser Tag ein besonderer werden soll, ist mir zu dieser Zeit noch nicht klar. Die Umfahrung von Warszawa ist mehr oder weniger hier in Minsk Mazowiecky geschafft, ab hier wird der Zustand der Straße zwar ein wenig schlechter, aber auch der Verkehr nimmt wieder ab.

Bereits um 11.30 Uhr erreiche ich Łomża, 130 Kilometer von Minsk Mazowiecki entfernt! Die letzte Stunde vor Erreichen von Łomża fahre ich immer wieder den Regen davon – ich hab immenses Glück, dass ich gerade in Łomża ankomme, als es zu regnen beginnt. Aus diesem Grund mache ich eine entsprechend lange Mittagspause und ich habe das Glück: eine gute Stunde später ist der Asphalt schon wieder trocken, die Fahrt kann ab 13 Uhr weiter gehen!

Gegen 15 Uhr treffe ich bereits in Grajewo ein – etwa 60 (!) Kilometer weiter – wieder bei Regen. Auch diesmal habe ich das Glück, nicht nass zu werden. Ich pausiere – schließlich habe ich jetzt schon knappe 200 Kilometer zurück gelegt. Hier aussteigen ist weder geplant noch gewollt!

Auch diese Regen ist nur von kurzer Dauer, so kann ich nach einer kurzen Rast bei Kaffee und Kuchen eine Stunde später die letzte Etappe vom Tag in Angriff nehmen – mit dem Ziel, in Augustów auszusteigen. Auch dieses Unterfangen gelingt mir noch – die fehlenden 40 Kilometer werden in weniger als zwei Stunden zurück gelegt.

Im Hotel angekommen, dauert es keine Stunde, bis es wieder heftigst zu regnen beginnt – welch Glück ich habe, denke ich mir beim Abendessen im Hotel.

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Tour2011-Info SE

[:Ha:]?!? (10x)

-t er es geschafft, auch durch Polen zu radeln..? JAIN, morgen um 8!

-t er die -lbe Distanz der geplanten 2349km bereits hinter sich gebracht..? JA

-t er die Tour2011 bislang ohne größere Pannen radeln können..?..?!? JA

Tour2011-Info EXTRA:

Im Zuge der Tour2011 wurde heute im Bereich LOMZA, KISIELNICA, STAWISKI, alles Orte im Nordosten Polens, die

-elfte der geplanten 2349 Kilometer (1175) bewältigt ..! Es lohnt sich, die Strecke auf (m)einer Europakarte anzusehen, um sich ein aussagekräftiges Bild über das wahre Ausmaß der bereits zurück gelegten Distanz machen zu können ..!

Ich werde allerdings dazu nicht extra zu

-use vorbei schauen…

-be mir das Bild dazu im Hinterkopf „gespeichert“..! Mein Ziel ist die gleiche Distanz noch einmal weiter, nordöstlich, in Russland… zu finden, und ich trete folglich noch ein paar Mal recht kräftig in die Pedale!

-lbzeit war’s!

-b heute 235km in 9h17′ – Schnitt von 25,6 (!) – erledigt.

Ich bin inzwischen – nach einigen Regenpausen – in Augustów, schon kurz vor der Grenze zu Litauen ausgestiegen!

„Do widzenia w Polonia – radeln, wo auch unter widrigen Bedingungen was weiter geht..!“

Tbc,

-rald.

-rg.

Wie jetzt: weiter „Ha“, oder alles klar?!?!?

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So die Nachricht vom Tag an Familie und Freunde!

Tag 7 – Litauen bei Regen

Ich starte einmal später! Im Hotel verzichte ich diesmal auf das Frühstück nicht, ganz im Gegenteil: ich genieße es dieses Mal, auszuschlafen und beim Frühstücksbuffet ordentlich zuzugreifen.

2011-RU Grenze PL-LT

Die Grenze zu Litauen ist keine 50 Kilometer entfernt. Bis dort hin spielt auch das Wetter noch mit, bei mäßigen Temperaturen in der Früh ist es sehr angenehm, Rad zu fahren!

Im Grenzgebiet werden die Straßen immer schlechter, in Litauen treffe ich auf Straßen an, deren Asphalt gebrochen ist und Schlaglöcher aufweist. Auch schlägt das Wetter um – ab der Mittagszeit fahre ich durchwegs bei Regen.

Ich passiere Alyutus und Prienai, nach Kaunas breche ich nach 8 1/4 Stunden Fahrzeit ab – es ist zu kalt, ich bin nass.

Hier nehme ich ein Motel an der Autobahn gelegen, etwa 10 Kilometer nach Kaunas, um am Folgetag gleich auf der richtigen Fährte in Fahrtrichtung Norden zu sein, und dann nicht unnötig Zeit zu verlieren.

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4-P-News

Vorab: Hallo aus Litauen, ich bin jetzt 10km nach Kaunas in einem Motel..!

Wasch-, Putz- und Reinigungsdienst sind angeschlossen… hab seit ca Mittag Regen… (wie in Schweden im letzten Jahr: bist fast trocken, fangt es gleich wieder an…)

4716 (?) abgebüst!!!

Details und Facts: Start war heute nach dem Frühstück noch in Polen um 07.15h… Hab dann 50km weiter noch bei Sonne PL um 9.30h verlassen, um um 10.30h in LT einzureisen..! (andere Zeitzone, hab euch eine Stunde „abgeradelt“ und bin euch seither um diese Stunde voraus..!)

Bin jetzt nach 190km in 8h15 ausgestiegen, um zu reinigen, trocken legen etc..!

Tbc…

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Tag 8 – „Harg’sche Zeitrechnung“ im Baltikum

In Kaunas starte ich an diesem SONNtag um 5.30 Uhr – wie erwähnt, befindet sich mein Motel an einer Autobahn – ich werde diesen Highway die nächsten 25 Kilometer hochfahren.

2011-RU Highway in LT

Nach Empfehlung der Polizei wie auch der Angestellten an der Tankstelle neben dem Motel. Anscheinend die einzige Verbindung in meine Richtung. Wie es sich herausstellt, werde ich in der nächsten Stunde von keinen 5 Autos überholt werden – die Autobahn scheint sehr wenig genutzt zu werden…

Ich fahre nicht wie geplant hoch, sondern nehme eine Zeit lang die besser ausgebaute Straße E8 über Kėdainiai, ab Panevėžys dann die E10, um schließlich entlang der 124 dann nach Biržai zu kommen. Hier treffe ich gegen 15 Uhr wieder auf meinen geplanten Tourenverlauf in Richtung Riga in Lettland.

Im Grenzbereich Litauens zu Lettland nimmt die Qualität der Straßen wieder ab, nach der Grenze in Germaniškis – Bärbele ist der Zustand der Straße katastrophal. Über gute zehn Kilometer ist kein Tempo möglich, obwohl der Verlauf der Straße immer fällt: der gebrochene Asphalt hindert daran!

Hier im Grenzgebiet Lettlands zu Litauen gibt es praktisch keine Zivilisation, einzig kleinere Ortschaften, die keine Städte sind treffe ich an. Ich finde hier im Umkreis von nicht einmal 50 Kilometern von Riga keine Mölgichkeit zur Nächtigung. So muss ich bis Kekava, etwa 15 Kilometer vor Riga weiter fahren, um ein Zimmer anzutreffen. Nach 270,17 gefahrenen Kilometern in 10 3/4 Stunden Fahrzeit habe ich nicht mehr die Energie, noch bis Riga weiter zu treten…

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4-P-News-Flash

… eine weitere Folge der aktuellen Staffel mit dem Titel:

„Harg’sche Zeitrechnung im Baltikum“ (Anm.: es ist SONNtag..!)

Vorab: ich hab eine SONNderschicht eingelegt und mir erlaubt, die 24stündige Einteilung vom Tag um die Einheiten „Sonne“, „Wind“, „Regen“ und „Riga“ zu erweitern…

Heute beginnt um 5.30h, Pardon: 6:30h, ich bin euch ja um eine Stunde voraus! Ich starte also in LT-Kaunas, und es ist eigentlich gerade 5 vor … „Regen“!

Wie auch den ganzen Tag über: immer ist es 5 vor … „Regen“.

Zur Mittagszeit, 140km weiter, für einen SONNtag eigentlich logisch, ist es kurz „Sonne“, gemischt mit länger „Wind“, eigentlich aber doch wieder 5 vor … „Regen“, obwohl wahrlich halb 12, Pardon: eins..!

Es ist noch in Litauen, in Birzai, so gegen drei, bei mir gegen vier, aber eigentlich 5 vor … „Regen“, dabei wieder „Wind“ der Fahrtrichtung entgegen!

Ich mach mir dieses Geschenk vom Himmel – immer so gegen 5 vor … „Regen“ – zum Nutzen und radle geradewegs in 10h 45 nach 271km nach Viertel (15km) vor … „Riga“

Burschen, heut wärts der Reih‘ nach weg’brochen!!!

Tbc…

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Tag 9 – „Sonnenfensterradeln“ im hohen Norden

Am Montag, den 20. Juni starte ich um 7.30 Uhr nach dem Frühstück im Hotel in Kekava, etwa 15 Kilometer südlich von Riga gelegen.

Den geplanten Holiday in Riga werde ich nicht umsetzen, denn es ist es mir hier nicht wert, in die Hauptstadt Lettlands zu fahren, um dort ein Hotel zu suchen und dann vielleicht einen halben Tag zu verschlendern! Am Vortag war es mir unmöglich, noch weiter zu fahren, zu extrem waren die Bedingungen am Tag. In Anbetracht der dennoch geleisteten Fahrkilometern war ich froh, hier im Umland von Riga dieses recht günstige Hotel gefunden zu haben… ich werde somit einfach weiter meiner Route folgen und dann vor der Grenze zu Russland in Narva den „Urlaub“ konsumieren, denke ich mir hier und jetzt.

(Foto anklicken und rechts unten SlideShow starten/stoppen ..!)
 

So fahre ich hier entlang der mit „A“ gekennzeichneten Hauptverkehrsrouten, abweichend von meiner geplanten Nebenstraßen, weil diese einen sehr schlechten Zustand aufweisen und somit mit dem voll beladenen Fahrrad nur bedingt befahrbar sind.

Die A4, eine Nord-Süd-Umfahrug von Riga ist hier auf einer Länge von etwa 15 Kilometer nicht asphaltiert – sie wird gerade generalsarniert… zu meinem Pech!

Umso besser erwische ich es hier aber mit der A3, die Verbindung von Riga über Valka/Valga nach Estland. Diese Straße verläuft konform zu meiner geplanten Route in Richtung Russland, die ich ab hier dann auch fahre. Kurzzeitge Regengüsse kann ich entfliehen, in dem ich zur rechten Zeit einen Unterstand in Wartehäusern der Buslinien finde.

In Valmiera, zirka 60 Kilometer vor der Grenze zu Estland erwischt mich prompt direkt in der Stadt ein kurzer, aber heftiger Regenguss – in letzter Minute kann ich in ein Restaurant flüchten, wo ich dann auch gleich die Gelegenheit nutze, um Mittag zu machen und zu entspannen. Schließlich habe ich zu dieser Zeit die Mittagszeit schon sehr lange hinaus verschoben – es hat sich entlang der A3 einfach keine einladende Gelegenheit geboten.

Die Weiterfahrt entlang der A3 bis nach Valka/Valga verläuft recht zügig, einzig die Regenwolken geben immer wieder zu Bedenken, die um mir am Himmel immer wieder aufziehen.

Ich beziehe mein Zimmer gleich nach der Grenze auf estnischer Seite in Valga, die Suche muß zügig und schnell von Statten gehen, es beginnt hier gerade zu regnen. Ein empfohlenes Haus, das Hotel Metsis, stellt sich als kleines Schloß heraus, der freundliche Empfang mit Extra-Service für das Fahrrad – es darf im Heizraum untergebracht werden – erleichtern die Entscheidung: hier bleibe ich! Und schon kurz nach Bezug vom Zimmer darf ich zur Kenntnis nehmen, dass inzwischen ein heftiges Gewitter mit Dauerregen aufgezogen ist…

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4-P-News

„Sonnenfensterradeln“, so der Titel der aktuellen Folge…

Zwar noch keine olympische Disziplin, dennoch von mir vorab getestet:

„Radfahren bei Sonnenschein, bis der Regen plötzlich da ist und auf eine Unterstelle hoffen..!“

Dreimal konnte ich in eine „Bushaltestelle mit Überdach“ flüchten (pures Glück zur rechten Zeit), verspätet zur Mittagszeit ist mir der Regen in Valmiera gerade recht gekommen – übrigens der einzige Ort an der heutigen Route gelegen, wo ein Restaurant anzutreffen war…!

Als Draufgabe jetzt am Abend, kurz nachdem ich das Zimmer bezogen hab, hat es wieder begonnen zu schütten …!

Ich bin heute übrigens von der geplanten Route abgewichen und entlang der A3 nach Valka getreten und hier aus Lettland ausgereist..!

Es ist Estland das nächste Land meiner aktuellen Radreise, wo ich mich nach einem gemütlichen Tag nach 7h48’31“ Fahrzeit oder weiteren 188km im Hotel Metsis in Valga nieder gelassen habe..!

Tbc…

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Tag 10 – (Est)Land der Gewitter…

Nach dem Früchstück starte ich am zehnten Fahrtag, es ist Dienstag, der 21. Juni 2011, in Valka in Richtung Nord. Die nächtlichen Gewitter sind zwar inzwischen abgezogen, der Himmel ist dennnoch nicht klar – viele tiefhängende Regenwolken prägen den Horizont.

2011-RU Ganz oben in EE

Das Fahren ist dennoch sehr angenehm, unter anderem der Temperaturen wegen, die zum Treten fordern. Aber auch des wenigen Verkehrs wegen, der hier auf der Hauptstraße 3 herrscht.

Eigentlich ideale Bedingungen für Biker, wie ich es einer bin..! Gegen halb 11 Uhr treffe ich bereits in Tartu ein, wo in einem McDonalds kurz gerastet wird.

Die Weiterfahrt entlang der 3 führt mich geradewegs zum Peipsi Järv, ein See, der schon die Grenze zu Russland darstellt. In Mustvee, einem kleinen Fischerort übereilt mich gegen 14 Uhr ein Gewitter, welches ich nicht auszuweichen im Stande bin. Ich warte davor, weil es bereits blitzt und donnert, aber nicht ausbricht. Ich entscheide mich, nach einer Wartezeit von etwa einer halben Stunde, weiter zu fahren. Nur kurz später zieht das Gewitter erneut auf – mit Hagel und Starkregen. Ein Unterstand findet sich nicht, also entschließe ich mich, naß wie ich eh schon bin, einfach weiter zu fahren, um nicht bei Regen auch noch auszukühlen.

Erst gegen 16 Uhr komme ich wieder wärmenden Sonnenstrahlen an, durch den Fahrtwind trocknet die Kleidung und das Gepäck recht rasch. Ich allerdings bin durchnässt und von Schweiss gebadet – die wasserdichte Regenkleidung hat ausgezeichnete Dienste vollbracht, allerdings hat die eingeschränkte Atmungsaktivität auch ihre Nachteile. Ich schaff es dann, gegen 17 Uhr in Jöhvi anzukommen … nur noch 50 Kilometer trennen mich hier von Narva und der Grenze zu Russland. Ich entscheide mich, bis dort hin zu fahren und dann in Narva auf meine Einreise nach Russland zu warten …

Auch die Etappe nach Narva will noch von Regenwolken und aufziehenden Gewittern geprägt sein – allerdings schaffe ich es, fast trocken gegen 21 Uhr dort anzukommen!

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4-P-News-RU-SE

Die 5 vor … „Regen“-Taktik ist gestern zur „Sonnenfensterradeln“- Technik mutiert, heute hat dies auch nicht mehr funktioniert..! Aus diesem Anlass entfällt in meiner Zeitrechnung ab sofort „Riga“, hinzugefügt werden „Gewitter“, „Hagel“ und „Tonaru“!

Ich bin heute um 1/2 7, meine Zeit 1/2 8, keine Spur von irgendwas drauf los geradelt… Bis Mittag, bei euch 11, bei mir 12, wahrlich Punkt „Gewitter“, bei dem es nicht bleiben sollte. Konnte mich nicht rechtzeitig und schnell genug wetterfest einkleiden, wurde kurz nass und vorbei war es wieder..! (Das Gewitter!) Glück gehabt… Dachte ich mir… Nur kurze Zeit später, da war es dann soweit… „Gewitter“, „Hagel“ sowie Starkregen…. Und eine „Bushaltestelle“ als Zufluchtsort, die aber nichts taugte, weil kurz vorm Zusammenfall! Ich nass von oben bis unten, die Schuhe auch innen… So schlimm war’s noch nie… In meiner Wut hab ich gar nicht erst gewartet, bis es zu regnen aufhört sondern – nass wie ich war – hab ich einfach nur getreten... Welche Wahl hatte ich auch?

So gegen 16h, meine Zeit 17, stehe ich – immer noch nicht trocken gefahren – in Jöhvi – und lege noch einmal auf, um jetzt vor ca 1 Stunde (20h, bei mir 21h!) an meinem „ToNaRu“ anzukommen:

„Bike, bike, bikin‘ to russian doors…“

Frei nach diesem (abgewandelten) Motto stehe ich also nach weiteren 269,45km in 10 1/4h Fahrzeit jetzt bereits an meinem „TOr NAch RUssland“ hier in Narva, der östlichsten Stadt Estlands und warte nur noch darauf, in Russland einreisen zu dürfen…

Davor mach ich den – ich sag mal so – wohl verdienten Urlaub, der in Riga entfallen ist..!

Nach der letzten Hürde der Visumkontrolle und der darauf hin erteilten Einreiseerlaubnis am Grenzposten trennen mich nur noch die letzten geplanten 165km meiner Tour2011 von St. Petersburg. Dort erwarten mich dann schon die „White Nights“, die hier im Norden alljährlich zur Sommersonnenwende gefeiert werden und vieles mehr..!

Tbc..!

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Narva, mein „ToNaRu“

Es ist Narva mein „ToNaRu“ – ich nenne es so, weil Narva für mich das „TOr NAch RUssland“ darstellt. Mein Visum gilt ab 24. Juni 2011, ich muß in der Folge noch zwei Tage auf die Einreise nach Russland warten.

Ich genieße es, eimal nicht in der Früh alles zu packen und räumen und nutze die Gelegenheit, die Bekleidung zu reinigen, trocknen – einfach nur, auszubreiten.

Inzwischen habe ich 2187 der geplanten 2349 Kilometer meiner Tour 2011 nach St. Petersburg zurück gelegt.

Narva ist die Grenzstadt zu Russland, die Grenze stellt der Fluß Narva dar. Die hier gebotenen ersten russischen Impressionen sind phantastisch:

(Foto anklicken und rechts unten SlideShow starten/stoppen ..!)

Im Laufe der beiden folgenden Tagen werde ich somit die Stadt erkunden, schließlich gibt es hier einige Sehenswürdigkeiten. Einzig das Wetter spielt auch hierbei immer wieder eine wesentliche Rolle – sehr oft muß ich Unterschlupf aufsuchen, um nicht nass zu werden.

2011-RU ToNaRu - Grenze "EU - RU"
Ich nutze die Zeit im Hotel Inger auch dazu, um zu regenerieren, auszuruhen und zu entspannen.

Vier Dänen, die auch mit dem Fahrrad nach St. Petersburg fahren, treffe ich am Martkplatz an. Nach einer kurzen Unterhaltung verabschieden sich die vier in Richtung Russland.

Der Grenzübergang nach Russland ist stark frequentiert, ich beobachte die Vorkommnisse hier ganz genau und stelle für mich fest: meine Ausreise erfolgt sehr früh. Lange Wartezeiten sind von mir nicht erwünscht:
Am Abend des 23. Juni bereite ich alles für einen frühen Start vor, in der Folge starte ich am 24. Juni 2010 um 5 Uhr in Richtung Russland …

Tag 11 – St. Petersburg, ich komme!

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Ich habe heut verschlafen, mein Visum erlaubt die Einreise in Russland nur bis 6h morgens (Ortszeit – eh klar)… Ich muss morgen wohl früher aufstehen, um nach Russland zu kommen..!

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Mit diesen Worten beginne ich meine Nachricht zum Tag … der Rest der Nachricht folgt später!

Natürlich habe ich an diesem 24. Juni 2011 nicht verschlafen, zu wichtig war es mir, ehest in St. Petersburg anzukommen. Ich starte sehr früh, stehe bereits um 5 Uhr am Grenzübergang zu Russland.

Die Ausreise aus „Europa“ – ich sag dazu einfach so – dauert nicht all zu lange. An die 20 Personen befinden sich zu dieser Zeit am Grenzposten und warten darauf, abgefertigt zu werden.

Die Einreise in Russland scheint komplizierter! Mehrmals werde ich gefragt, was ich dort machen will, warum mit dem Fahrrad dort hin will, ob ich wohl der bin, der im Reisepass eingetragen ist … viele, für mich als belanglos hingestellte, Fragen werden gestellt. Nach etwa einer 3/4 Stunde wird mir Eintritt gewährt – ich befinde mich somit das erste Mal offiziell auf russischem Boden – und das mit dem Fahrrad!

Mit Stolz nehme ich dies zur Kenntnis!

Gleich nach der Grenze sehe ich die lange Kolonne der Fahrzeuge, meist LKW’s, die aus Russland in Richtung Narva ausreisen wollen. Sie scheint endlos zu sein.

Ein erster Wegweiser auf russischem Boden weist darauf hin, dass es bis nach St. Petersburg noch 118 Kilometer sind… einige Kilometer später zeigt ein Wegweiser 140 Kilometer an. Egal, denke ich mir – das Ziel ist auf alle Fälle greifbar und erreichbar:

2011-RU Welcome ot St. Petersburg

Nachstehend folgt der Rest meiner Benachrichtigung zum Tag – zur Vervollständigung zum ersten Teil in der Einleitung dieses Blogs:

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Soviel zum Scherz des Tages, jetzt zu den Details und Facts:

ich bin natürlich inzwischen in St. Petersburg angekommen, chek-in im Hotel Azimut ist auch schon erledigt… 183km in 7h46′ – Start war um 5h Ortszeit (4 bei euch, 6 in St. Petersburg)!

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Im Hotel Azimut werde ich freundlich empfangen – nicht nur vom Personal! Gleichgesinnte aus Deutschland sehen mich bei der Ankunft – Franz spricht mich gleich an..!

Nach dieser letzten Etappe verweisen meine Aufzeichnungen zur Tour 2011 auf 2355 gefahrene Kilometer in 102,53 Stunden, aufgeteilt auf 11 Tage Fahrzeit. In St. Petersburg treffe ich auf nachstehende, ewig bleibende Eindrücke – ich nenne sie mal:

„Russische Impressionen“:

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Memories & Conclusio

Zum Abschluß meiner Tour werde ich in den nächsten Tagen St. Petersburg erkunden. Zeit dafür ist vorhanden, der Rückflug via Düsseldorf nach Graz startet am 28. Juni 2011.

Die zahlreichen Motive, die ich festgehalten habe, zeigen St. Petersburg, so wie ich es erleben durfte.

Ein Bild sagt mehr als tausend Worte – mit dieser Weisheit schließe ich den Reisebericht zur Tour 2011 ab.

Herzlich gegrüßt sind alle Freunde und Gleichgesinnten, die ich im Laufe dieser Tour kennen lernen durfte:

Dem „dänischen Team“, angetroffen in Narva am 22. Juni 2011

Ein ganz besonderer Gruß an die deutschen Kolleginnen und Kollegen, mit denen zusammen im Hotel Azimut die tolle „white night“ gefeiert wurde:

Susann und Mario aus der Berliner Gegend,

Irmgard und Linus aus dem Schwabenland

Luise und Franz aus Stuttgard/Ulm

Ich freue mich über Kommentare und Stellungnahmen zu allen meinen Blogs und Bildern, die natürlich nur einen kleinen Auszug von dem darstellen, was ich persönlich dazu herzuzeigen und zu berichten weiss!

ATBiker, 2011

(Foto anklicken und rechts unten SlideShow starten/stoppen ..!)

Alle Details zu St. Petersburg … by Bike ’11

2011 bin ich mit dem Fahrrad nach St. Petersburg in Russland gefahren.

Ein erster Eindruck sei hier abgebildet – die gesamte Geschichte findest du hier!

St. Petersburg ... by Bike '11

Lies den ganzen Artikel..!

Hier der Verlauf der Tour:


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